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Chill
Kurz
darauf eine weitere Begegnung der ganz besonderen Art: Inmitten des
großen ‚Malersaals‘, umringt von Inkunabeln der jüngeren
Kunstgeschichte – von Roy Lichtenstein und Jasper Johns über Yves
Klein und Robert Ryman zu Fabian Marcaccio –, sitzt- Superman, den Kopf
auf den Arm gestützt und in tiefen Gedanken versunken. Wie nach
dem Sinn des Lebens suchend, vielleicht auch nach dem Sinn der Kunst
fragend, erweist sich hier in
der Arbeit von Pierre Joseph Superman nicht mehr als Held, als den wir
ihn kennen, sondern befreit von seinem mythisch verklärten Dasein
allein noch in seiner menschlichen Dimension.
(Udo
Kittelmann)
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Klau
Double Shell
In
dessen sich demonstrativ langsam öffnender Hand liegt schimmernd
eine kostbare Perle, deren Schönheit er einzelnen Besuchern zeigt,
um sie gleich darauf wieder in seiner Hand zu verbergen.
Double
Shell, so der Titel der Arbeit von Massimo Bartolini, einst für
einen kurzen intimen Moment zwei Fremde – Besucher und Wärter –
im Anblick eines Geheimnisses.
(Udo
Kittelmann)
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Irritation
Ongoing
Die Arbeit
Ongoing
von Michael Elmgreen & Ingar Dragset lenkt dagegen die
Aufmerksamkeit
des Besuchers auf eine andere sisyphosartige Tätigkeit: Dort sind
es
sechs Männer, die um einen großenrunden Tisch mit sechs
Spülbecken stehen und ohne Unterlass Teller reinigen, die sie
gegen den Uhrzeigersinn weiterreichen.
(Udo
Kittelman)
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Unterwanderung
Tarzan
Der Berliner Johan Lorbeer
präsentiert sich im MMK nicht nur als Künstler, sondern auch
als jeweilige Hauptfigur seiner drei Performances.
Den Boden unter den
Füßen hat er in seiner Darstellung namens
«Tarzan» verloren: Ein Buch über Statik in der Hand
haltend, lehnt er sich in einigen Metern Höhe an die Wand des
Museums.
(dpa)
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Leidenschaft
3
Boys, 4 Girls
Um den Charakter einer Community zu visualisieren,
tragen drei
junge Männer und vier junge Frauen während des
Ausstellungszeitraums von Rehberger gestellte Kleidung.
...
Jung,
schön und gestylt, also als eine attraktive Gruppe, die das verkörpert,
was moderne Kunst an Sensation verheißt,
besuchen sie das Museum. ...
Die als
bloß untergeordnetes Beiwerk verachtete Spielerei mit Deko-Elementen wie modische
Muster auf Socken oder Tops, kommt an
schönen Menschen zum Einsatz, um im
Ausstellungskontext auf der Jagd nach Aufmerksamkeit in
Konkurrenz zu Gemälden zu treten.
(Eva Linhard)
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