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August-Notizen
29.08.04
Phallische Deutschlandblume

Kleinmarkthalle Frankfurt




26.08.04
Lustige Leute im Regen

Es regnet. Der Innenhof, die Open-Air-Bühne, die Holzbänke, die Besucher, alles wird nass. Sie flüchten unter die weißen Partypavillons. Vereinzelt halten bunte Regenschirmpilze dem Regen stand. Gleich darauf wird Regen zu Niesel, es hört auf. Die Männerriege tritt hervor aus dem Zelt und fährt damit fort, wobei der Regen sie unterbrochen hat: Freudige Begrüßungsrituale, Umarmungen, Anekdoten, die ausgetauscht werden. Ein Haufen Männer, Frauen sind auch irgendwo dazwischen. Es sind die eigenen und wichtig sind sie auch, nur im Moment nicht so sehr. Kameras werden um die Truppe postiert. Blitzlichter und sie stehen, wie zufällig, in einer Reihe, fotogerecht. Und schnell hat sich ganz rechts noch ein Kulturbeauftragter auf die Bilder gestohlen. Steht Arm in Arm mit FK Waechter. Der hat im Überschwang noch gar nicht gemerkt, wer ihm da links an der Seite klebt. Aber auf der anderen Seite stehen die anderen bekannten Genossen, Robert Gernhardt und dann der Deix. Wegen dem waren sie ja alle gekommen. Dem geht es scheinbar gut. Der strahlt und lacht und macht Witze, dreckige, derbe, freundliche, freudige. Die freuen sich irgendwie alle. Zumindest bis der nächste Regenschauer sie wieder unter die weißen Plastikdächer treibt. Jetzt wird es lange nicht besser, denn der schnarchige Kulturbeauftragte beginnt zu reden. Der Regen hört wieder auf, doch der Redner scheint ewig zu sprechen. Kein Schirm hilft da. Irgendwann ist auch das überstanden und die immer zahlreicher werdenden Besucher können nun die Deixsche Bilderflut erkunden. Oder bleiben im Hof und tuscheln: “Ist das nicht der 3Sat-Moderator, der österreichische, fesch ist er, der hat doch auch bei Bachmann...” Oder: “Der Waechter ist ja alt geworden, erst kürzlich war doch seine Ausstellung..., welch ein Fest“. Aber: “Die Jungen, die kennt man ja gar nicht mehr“, sagt die ältere Dame und hintendran läuft einer der jungen Titanic-Autoren vorbei und guckt ganz ernst dabei. Das Freibier läuft, der Regen traut sich gar nicht mehr zurück, die Leute werden erst lustiger, dann laut. Und aus so manch Einsamen formen sich Paare. Die Titanic-Truppe ist schon längst von dem Freisitz im Hof ins privatere Innere des Lokals gezogen. Während ein betrunkener Schwabe einer Blondine lautest erklärt, warum Schwule keine Kinder haben sollten, wird mir klar, dass der einsam bleiben wird, die Schöne schaut schon zur Uhr. Ich auch, und geh.

oder auch hier



Die Welt des Manfred Deix / Historisches Museum Frankfurt
Die Welt des Manfred Deix
im Historischen Museum Frankfurt






Weiblicher Fan, ganz arg begeistert.

Menschenmengen drängten sich um den armen Österreicher, der fleissig seine Bücher mit Namenszug versah.




20.08.04
rotari, gestern abend





17.08.04
[via stadt land kunst]
"Diedrich Diederichsen, wir lieben dich,/
aber deine Bücher verstehen wir nicht."







15.08.04
Hausboot Rocken II auf der Venus

Das Hausboot Venus in Höchst ist eine der schönen Oasen in Frankfurt, umso erstaunlicher, dass kaum einer die Venus kennt. Nicht nur, dass man bei schönem Wetter oben auf dem Sonnendeck den Blick auf den Main geniessen kann, auch unten im Bauch des Schiffes lässt es sich angenehmst feiern. Regelmässig werden Konzerte veranstaltet, es gibt das jährliche Sommerfest (gestern) und man kann dort auch privat Partys feiern (Hausboot Rocken II).







13.08.04
bionade

in hamburg gab es sie in fast jeder bar oder café. hier in frankfurt ist sie mir noch nicht aufgefallen, was nicht heissen muss, dass es sie nicht irgendwo auch gibt. zumindestens in getränke- und bioläden ist sie erhältlich, das wurde mir auf der bionade-seite enthüllt. lecker und nette alkoholfreie alternative beim weggehen.

mehr zur bionade gibt es hier zu lesen.
bionade holunder









11.08.04
funkverbindung

[via machtdose]
ab 19 uhr gibt es morgen eine funkverbindung am main. während von radio x das programm gesendet wird, sitzt man mit kolder, wein und radiogerät am mainufer und macht es sich nett dabei.





06.08.04
zurück

eine verschüttete unbedeutende erinnerung kommt hoch. die rückkehr nach dem urlaub früher als kind. der asphalt glüht, verschwimmt in der ferne zu einer spiegelfläche. die letzten meter, schon wieder durch die vertrauten strassen fahrend und die häuserzeilen, die menschen, ja alles sieht ganz neu aus. gleichzeitig hat sich rein gar nichts geändert. und das ist merkwürdig. ich werde ganz stumm und bin nicht bereit etwas vom urlaub zu erzählen, da ich gar nicht das gefühl habe richtig angekommen zu sein.





01.08.04
touri-soll

ich hatte erst fett sonnenbrand von der radtour rund um den hamburger hafen. dann hat mich auch noch eine wespe hinterrücks angegriffen und gestochen. trotz all der widrigkeiten gab es noch weitere radtouren. ich und mein rad unterwegs in der lüneburger heide und das alte land, womit ich mein touri-soll brav ableiste.
freitag abends ging es rein nach hamburg in die strandperle am elbstrand. sonnenuntergang, strand, elbe hat d. aber leidend gemacht: all die schicken menschen um uns herum und viel zu teures bier. fast wie im main-café. da konnte auch der tolle blick auf den hafen nicht mehr viel retten.

wenigstens hab ich meine urlaubs-lektüre durch. "gier" von elfriede jelinek, wozu ich mir später irgendwann gern noch intensiver gedanken machen will. jetzt wird aber zur abwechslung gefaulenzt mit alten max goldt titanic-kolumnen  und judith herrmanns "somerhaus später" liegt auch noch ungelesen auf dem nachttisch.

hh-elbtunnel

hh-elbstrand








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