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| Januar-Notizen | ||
| 30. 01.04 dinge unterwegs |
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| 29. 01.04 schneedächer |
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28. 01.04
leerräume vs. ideenmangel schön fand ich bei dem stadtsalon, der in den räumen des ehemaligen english theaters veranstaltet wurde (wo nun das pop und glow drin sitzt), dass es nicht das hauptproblem sei, dass es zuwenig zu besetzende räume für alternative kultur, kunst und party gäbe, sondern es gäbe zuwenig gute ideen. für gute ideen bräuchte man erstmal gar keinen raum, das sei nur eine u.u. in folge zu organisierende ressource. |
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| 23. 01.04 Lernerfolge Was ich bei der gestrigen Pop-Diskussion gelernt habe:
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| 21. 01.04 Was bedeutet Popmusik heute? Der britische Soziologe Simon
Frith beantwortet die Frage nach der Bedeutung von Popmusik für
Jugendliche ganz einfach:
"Der erste Grund, der diese
Musik so attraktiv macht, ist ihr Gebrauch zur Beantwortung der Frage
nach unserer Identität: Wir benutzen Popsongs, um uns eine
bestimmte Art
von Selbstdefinition zu schaffen, einen bestimmten Platz innerhalb der
Gesellschaft. Das Vergnügen, das Popmusik produziert, ist in hohem
Maße ein Vergnügen der Identifikation - mit der Musik, den
Ausführenden dieser Musik, mit anderen, die diese Musik ebenfalls
mögen."
Damit hätte man schon
einen Anhaltspunkt.
Popmusik ist Identitätsstiftend. Doch was bedeutet sie jetzt?
Heute?
Eine Frage, die sich meiner Meinung nach, nicht beantworten lässt,
besonders
nicht an einem Abend in einem Museum, dennoch ist es doch immer wieder
ganz
unterhaltsam, zu beobachten, wie Lösungen zu finden versucht
werden:
Der Autor Thomas Meinecke liest
am 22. Januar um 19 Uhr im Museum für Kommunikation aus seinem
neuesten, bislang unveröffentlichten Buch Passagen zum Thema
„Queer Music“.
Die anschließende
Diskussion behandelt genau die Frage „Was bedeutet Popmusik heute?“.
Neben Thomas Meinecke diskutieren Silke Hohmann (Journalistin), Martin
Büsser (Autor und Herausgeber der Zeitschrift „Testcard“),
Ekkehard Ehlers (Musiker) und Wolfgang Gottlieb (Hazelwood Records).
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Klaus Walter (Autor und
Radio-DJ.
Passende Links: Zur Ästhetik der Populären Musik Musikgeschmack und Musikmode |
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| 16.01.04 der wirre meese: KÉPI BLANC, NACKT Besonders spannend bei
Pressekonferenzen ist es den Künstler beim Gang durch sein
Kunstwerk zu folgen. Wird er langatmig, quasselt er manisch daher oder
schweigt er sich endlos aus. Versucht er durch Sprachwitz und
strahlendes Lächeln die Journalisten für sich einzunehmen?
Oder ist er der grüblerische Kritiker, den sowieso niemand
versteht? Manchmal wird so ein Gang auch zur expressiv theatralischen
Inszenierung seiner selbst:
Kunsthalle Schirn, 11.30 Uhr: Zwei Filmteams richten
abwechselnd die Kamera auf Jonathan Meese, das Mikrophongestänge
hängt im Raum, drumherum stehen Journalisten, während monoton
die Kamera eines Fotojournalisten klickt. Jonathan Meese
läßt sich von all dem nicht beirren. Obwohl er eingekreist
in seiner Installation steht, wie ein gestelltes Reh. Werden sich die
Bluthunde auf ihn stürzen? Nein, er setzt selbst zum Angriff an.
Er redet; laut, viel, emotional. Obsessiv erklärt er sein Werk,
seinen Zustand, seine Sicht auf die Welt
und je länger er redet, um so mehr richtet er das Wort nicht mehr
an die Umherstehenden, fast scheint es, als rede er zu sich selbst. Der
Blick ist in die Ferne gerichtet, bis ein Journalist ihn unterbricht,
eine Frage stellt, was bewirkt, dass Meeses Ausführungen sich in
den folgenden Monolog kurzzeitig an die Anwesenden richtet.
Schüchtern blickt er in die ihn beobachtende Meute, doch seine
Wortgewalt, treibt seinen
Blick bald wieder in unbekannte Fernen.Hinweg, vielleicht zu Nero,
Isis, Imhotep, all die Figuren, die seinen Geist bewegen, doch wer
weiss das schon so genau, wahrscheinlich am wenigsten er selbst...
Am 24. Februar "Märchenstunde" eine Lesung, Meese zusammen mit Dirk von Lotzow, 20 Uhr. Die Ausstellung noch bis 12. April in der Schirn bei freien Eintritt... |
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| 09.01.04 Zielgruppe "Die YOUngen Hessen, 14 bis
29 Jahre."
Ich fall da ja noch drunter,
aber Zielgruppe will ich trotzdem nicht sein. Am Montag, 12. Januar
gibt es einen neuen Radiosender, eigentlich läuft der schon die
ganze Zeit, aber ab Montag dann so richtig offiziell. Ohne grosses
Gemurre
der Hörer verschwand Radio XXL, plötzlich war es einfach
nicht
mehr da und es heisst nur noch YOU FM an gleicher Stelle der Welle. Wo
waren denn die Protestaufschreie. Vermisst es denn keiner?
Das ist ja vielleicht das
Problem von Radio XXL gewesen. Erklärung des HR für den
Wechsel lautet, wie folgt: '„Obwohl XXL die Musik dem
veränderten Musikgeschmack der jungen Hörer fortlaufend
anglich, behielt das Programm das
Image einer Techno-Welle“, so hr-Hörfunkdirektor Dr. Heinz Sommer.'
Und Techno, das sollte es ja nicht sein, zu ähnlich
wäre wohl das Radioprofil mit Konkurrenz Planet Radio geworden.
Was es ja
zuletzt auch (zumindest in meiner Wahrnehmung) war. Doch wird das neue
YOU FM Besserung bringen? Ein bisschen flau, wird es mir
ja schon bei so trendigen Beschreibungen, was die YOU FM-Zukunft so
bieten wird: "...die Wünsche der CommYOUnity..., ...ein
freshes Erwachen..., ...der rotzfreche Andreas..., ...vom sexy
Satelliten-Smart...".
Sprech ich etwa so? Irgendwie fühl ich mich da nicht ernstgenommen. Oder kriegt man nur so die 14-Jährigen, denen ein "freshes Erwachen" versprochen wird? Meine Mission in Sachen Radio
hatte ich schon letztes Jahr für erfolglos gescheitert
erklärt,
nachdem ich als Testhörerin für Planet Radio die
Qualität
dieser Platik-Dudel-Welle steigern wollte. Ich hatte mir vorgenommen
alles,
was nur halbwegs platt dahertönt mit gnadenlos wenig Punkten zu
zerstören und nur gute Musik gelten zu lassen. Eingesperrt in
einem Frankfurter
Hotel wurden 2 Stunden 550 typische Planet Radio-Hits angespielt.
Danach war ich deprimiert.
Dort war die Zielgruppe
übrigens 18-26-Jährige. Danach dachte ich noch, falls das
Programm sich in Zukunft bessern sollte, dankt mir. Wenn nicht, dann
sind die anderen 200 professionellen Testhörer (“ey, weißt
du, kriegst du, hast du, full krass...”) dran schuld. Wie man
hören
kann, war dann doch die andere Fraktion übermächtig.
Geändert
hat sich durch mein Martyrium nämlich nix. Zu der Zeit fing ich an, fast
ausschliesslich auf Radio X umzusatteln, was auch der Grund ist,
dass ich gar nicht mitbekam, dass Radio XXL plötzlich der Garaus
gemacht wurde. XXL
galt für mich immerhin noch als das bessere Planet Radio.
Daher bin ich wohl gespannt,
was mit YOU FM so kommen möge, aber ob ich es wohl so richtig
mitbekommen werde? Denn meinem Stammradio bin ich treu. |
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Wann fängt denn dieses Jahr endlich an? Ganz merkwürdig. Schon
der
vierte Tag und ich habe nicht das Gefühl, dass das neue Jahr schon
begonnen hätte. Das alte ist wohl vorbei, aber ich hänge in
einem
leeren Raum zwischen den Jahren. Hoffentlich hört das ab Montag
mit
Einbruch eines Alltags wieder auf.
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