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Juli-Notizen
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30.07.03
Den Flip-Flops zur Ehre...


"Schlappen", "Fuß-FKK", billige Badelatschen: Immer wieder Gemecker an den Flip-Flops.

Diese Flip-Flop-Disserei ist mir ja rätselhaf.. Bisschen inflationär, dass echt jeder die trägt,
aber im grossen und ganzen ein bequemer und luftiger Schuh. Okay, manchmal läuft man sich
die Zehen wund. Aber sonst?

Immerhin ein Schuh mit Tradition. Schon in den 70ern sind amerikanische Studentinnen in diesen Schlappen über den Campus gewatschelt. Und eine meiner ersten frühkindlichen Erinnerungen war, dass ich Flip-Flops in Venedig gekauft bekam, nachdem der teure Elefanten-Schuh im Kanal baden ging.
Der Flip-Flop gilt als klassischer Rimini-Schuh der späten 70er. Erst haben sich die blonden deutschen Maiden den Schuh gekauft und abends ging es dann "quiek-quak" mit dem schnieken Verkäufer durch die Gassen und später "Amore" machen.

Als dann das Asien-reisen gross wurde, ist man wieder auf den Flip-Flop gestossen, nicht umsonst heissen sie in den USA manchmal "Thongs" und sind doch nur schnöde Flip-Flops. Original scheinenen die aus Japan zu kommen, Zoris genannt, und der Thong, das ist der Zehensteg. Es gibt sogar ein "thong sandal fanlisting", also sowas wie eine eigene "Anbetung" nur für Flip-Flops (http://www.logicalharmony.net/sandals/about.php).

In Thailand sind die sowas wie der National-Schuh. Da ist dann sogar der Elefant als Marke auf dem Plastik wieder zu finden und der ist ja dort das Nationalwappentier.

Richtig scheisse ist hingegegen das hier: www.flip-flop.de. Darüber ärgere ich mich schon ganz lange. Die Betreiberin wird hier in Deutschland als Erfinderin der Flip-Flop-Mode gehypt. Als hätte sie den Schuh erfunden oder wäre als einzige auf die Idee gekommen, dass die alte Badelatsche nun ein Style-Produkt wird. Die hat doch nur geguckt, wie die in New York und London rumgelaufen sind und war klug genug, die Plastikdinger unter dem seit jahren gängigen Namen patentieren zu lassen. und schon wird sie Mode-Revulotionärin. Totaler Unsinn!
Schlimm genug, dass die Medien den Mist auch immer wieder abdrucken. War von denen denn nie einer als Kind in Italien im Urlaub? Da hiessen die Dinger doch auch schon so. Aber nee, Frau Schulz muss den Namen ja unbedingt erfunden haben, weils sich dann so schreibt, wies sich auch beim laufen anhört. Flip-Flop halt.
In einem Artikel in der SZ vom Juni las sich das dann so (ja ja, die große Erfinderin):
"Geplant hat sie, kalkuliert, nachgedacht und Strategien ausbaldowert – und dann war es einfach das Geräusch. Stefanie Schulze stürzt auf vom Tisch, nimmt ein Paar Schuhe vom Regal, krabbelt mit den Fingern um den Kautschuksteg und wandert mit dieser Art Handschuh über den kleinen Tisch. "Flip, Flop – wissen Sie?", und spricht das so langsam, dass sich das auch wirklich jeder vorstellen kann.
Der Gedanke kam ihr beim Weintrinken mit Freunden in ihrem Wohnzimmer. Aus dem Geräusch hat sie eine Marke gemacht. Und mehr: aus der Marke ein Synonym für diese Art von Schuhen. Wer sagt schon Badelatschen? Klingt abfällig. Zehengreifer? Viel zu sachlich. Zehenriemensandalen? Erinnert an Schokoladenhohlkörper. Flip-Flop, das ist der Begriff, auf den die Welt gewartet zu haben scheint."
Flip-Flop.de >>> DAS gehört angeprangert! Der Schuh ist toll. Nur der ganze Unsinn drumherum, der nervt!!!








28.07.03
Niederräder Maininsel

Keine 10 Minuten mit dem Fahrrad ist man von der Innenstadt entlang des Mains unterwegs, schon ist man an der Niederräder Maininsel. Eigentlich heisst esja "Licht- und Luftbad", welches es schon seit über 100 Jahren auf der langgestreckten Halbinsel im Main zwischender Friedensbrücke und Niederrad gibt.
Schön daran ist, hier ist es ruhig, man hat Platz und tritt sich nicht auf die Füsse. Anders als am Mainufer in der Innenstadt. Es gibt einen neugebauten Imbiss und es stehen mehrere Tische und Bänke herum oder man sucht sich einen schattigen Platz, wo man die eigene Picknickdecke ausbreiten kann.

Nicht immer war die Geschichte ebenso idyllisch wie der Ort:
Das Licht- und Luftbad Niederrad war das letzte öffentliche Bad in dem vom 2. April 1936 bis zum Ende der Badesaison 1938 jüdische Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt am Main noch baden gehen durften. Für die NSDAP wurde schnell der Begriff "Judenbad" gebräuchlich. Ab Ende 1938 war jüdischen Kindern, Frauen und Männern das Baden in Frankfurt gänzlich  verboten und 1939 wurde das Licht- und Luftbad von der SA übernommen.

Während die Besucher bei der Eröffnung des Licht- und Luftbades im Jahre 1900 noch unbesorgt im Main schwimmen konnten, begnügen sich die Meisten heute mit einem Sonnenbad auf der großen Liegewiese, treffen sich abends zum Grillen oder toben mit ihren Kindern auf dem Spielplatz. Naja, vielleicht gibt es schon den einen oder anderen, der auch heute dort noch schwimmen geht. Geglaubt hätt ichs nicht, doch wenn man es dann mit eigenen Augen sieht...

Und steht man auf der Brücke, die vom Ufer zur Insel führt und guckt auf den verwilderten Seitenarm, mit den dort vertauten, nicht minder zugewucherten Booten, so glaubt man kaum, dass man noch in Frankfurt ist. Fast wie Urlaub.














25.07.03
Friseurbesuch


So lang waren sie schon lang nicht mehr und irgendwie wusste ich auch schon gar nichts mehr mit ihnen anzufangen.

Also los zum Friseur um die Ecke. Das ist ein italienischer Friseursalon mit einem lustigen kleinen Mann als Chef und lauter schicken Frauen, die schneiden. Allesamt italienisch und mit dunkelbraunen Haaren, zur Zeit mit Stufenschnitten, oben zerfranst, im Nacken lang und blonde Strähnen um das Pony herum.

Beim Haarewaschen wird man mit Signora angesprochen und man macht die Friseurin glücklich, wenn sie Fransen schneiden darf. Und Stufen.
Nun hat kein Haar mehr die gleiche Länge. Ich seh aus wie ein zerrupfter Hund. Aber lustig ist es doch geworden. Mal sehen wie sich das Gestufe auswirkt, wenn man es allein daheim bändigen muss.

Nachtrag:
Kaum das die Haare mit Wasser in Berührung kamen fingen sie sich an zu locken. Ergebnis: nun siehts irgendwie aus wie immer, nur kürzer. Und kaum einem ist es aufgefallen, dass was anders ist.










 





19.07.03
Streifzüge

Das dieses Chinesische Restaurant einfach unter schlechten Vorzeichen arbeitete wurde nach dem Abriss des asiatischen Innendekors offenbar.

Auf der Wand urigste Frankfurt-Motive.

Archäologien des Alltags.
Gefunden: Schöne Aussicht / Innenstadt











17.07.03
Pornalarm statt Kinderzeichnungen

Das ist mehr als  unachtsam: Wenn sich hinter Seiten für Kinder Pornoportale verstecken!
Verärgert habe ich sofort Beschwerde bei Google eingeschickt und als Kopie die Mail an den Redakteur Frank Patalong der Netzwelt bei Spiegel Online, der gerade erst einen Artikel zu Google geschrieben hat.

Wir zeichnen mit der Maus 1
Malprogramme bieten Kindern eine wunderbare Gelegenheit, in kreativer und gezielter Art und Weise mit Farben, Mustern und Formen zu experimentieren.. ...
www.poysdorf.net/kindergarten/pc_bild1.htm - 3k - Im Cache - Ähnliche Seiten

Überraschend hat dieser umgehend (sehr verständnisvoll) geantwortet:

"... Schauen Sie sich mal über das unten von Ihnen zitierte "Im Cache"-Link  an, wie die Seite vor kurzem noch aussah. Da lagen tatsächlich Kinderzeichnungen. Wahrscheinlich hat der Provider die Gebühren für seine Domain nicht mehr bezahlt: Es gibt Pornounternehmen, die auf den Aufkauf solcher "frei werdender" Adressen spezialisiert sind. ..."

Über Google ärgere ich mich aber immer noch, denn die Suchrobots schwirren doch täglich über Webseiten und könnten Inhalt und Angebot weit besser abgleichen.

Spiegel Online ist derweil in meiner Achtung gestiegen. Wer ahnt denn, dass da sofort jemand antwortet? Top!







pornalarm



originalseite im cache





16.07.03
Sommer


... ist, wenn man an eine Wand aus heißer Luft knallt, wenn man aus der Haustür tritt.

Der BMX-Fahrer bremst qietschend. Der Kumpel begrüßt ihn.
"Was geht Alder?".
"Ich schwitz!"

Das Gras im Park ist gelb verbrannt. Nur um die Bäume sind noch zaghafte grüne Inseln.

Die Fenster der Wohnungen sind weit aufgerissen. Saxophon-lastiger Jazz tönt laut auf die Strasse hinaus. Die Hitze fühlt sich genauso an, wie die Musik.

Es ist Sommer. Es ist heiss. Es ist ganz toll!








Eine Freundin hat gerade das Paint-Programm für sich entdeckt und malt lauter nette Bildchen. Was mich daran erinnert, dass ich (lang ists her) früher intensiv mit der Maus gezeichnet habe. Und dass ich dies schändlichst vernachlässigt habe.

In Zukunft wieder öfter!

alte frau.paint-sketch by t.n.





13.07.03

Namens-Googeln II
(Nachtrag)


 






  









11.07.03
Veranstaltungsüberblick


Es gibt immer wieder Zeiten da scheint es so als gäbe es nicht eine vernünftige Ausgeh-Möglichkeit in der Stadt. Und ein anderes Mal, weiss man gar nicht für was man sich entscheiden soll, weil alle interessanten Dinge an einem Abend/ einem Wochenende gleichzeitig veranstaltet werden.


Heute wird es also richtig schwierig:
  1. Weiterhin das ASTA-Sommerfes.
  2. Auch umsonst: Hfg-Rundgang in Offenbach. Immer wieder nett, obwohl man da das ganze Wochende für Zeit hätte. Am lustigsten ist es aber stets Freitag Abends. Ausgestellte Dinge sieht man allerdings besser tagsüber Samstags und Sonntags.
  3. Friendly Feier im Space Place: Eine Art Open-Air Abenteuerspielplatz für (h)Er(an)wachsene mit Barbecue und Musik. Und (wichtig, wichtig!) ebenfalls umsonst!
Und da diese Woche, eine der guten war, will ich dankbar sein und diesen Umstand huldigen:






 




Dienstag (8.7.)
Rotari in Offenbach. Sonnenuntergang auf dem betonen Hochplateau. Performance darinnen. Die Performance ist schrill, alles pink und plüsch>>> Sie, die polnische Mariola mit Jim Avignon ähnelnden Pop-Computer-Songs, die sehr 80ies klingen, dazu wirre Geschichte. Z.B., dass die Performer den Snoopie-Kult angehören. Das heisst, dort in der polnischen Heimat werden Plastiktiere großgezogen, welche Tiere nachahmen (bspw. Snoopi), diese werden gehegt und gepflegt.

O-Ton Rotari:
"im szpital polski werden zeremonien, inauurationen, messen, rituale, folklore, wettkämpfe veranstaltet sowie kinder und tiere auf die bühne gebracht.
...
im ensemble 'szpital polski' wirken außerdem mit:
- triumph international, deutscher einmarsch aus polen mit den komikern don spongo und wiktor el
- alexai tchernyj, ukrainischer, expornodarsteller, jetzt playboy und vj
- felix kubins internationaler elektroscifipopsound
- mariola brillowska, artentertainerin und anarchistin ihrer talente für
poesie, trickfilm, malerei, bühne und radio. sie ist bildende künstlerin, freie autorin, sowie regisseurin und produzentin ihrer unzensierten, zuweilen preisgekrönten zeichentrickfilme für erwachsene."

Das Beste: Innen hinter Glas die bunte Inszenierung und die stumm beobachtenden hippen Rotari-Gäste. Draussen angegraute Türken vom benachbarten Café, die mit Unglauben das Treiben durch das Schaufenster verfolgen. Offenbach, wie es am schönsten ist!

















 



Mittwoch (9.7.)
Main Cafè/ Electric Circus: Mal wieder (man ist ganz überrascht) ein entspannter Abend im Main Cafè. Dieser Ort kann so unterschiedlich sein. Von Yuppie-Sonnenbank bis hin zum Ballermann-Verschnitt. Da ist man immer wieder froh, wenn es dann auch mal wieder so nette ruhige Abende gibt, mit flauschiger Musik im Hintergrund und Picknick mit netten Leuten auf der gemeinsamen Wolldecke.





Donnerstag (10.7.)
Asta-Sommerfest: Monochords/ Kettcar/ Stereo Total:. Während die zwei ersten Bands durchaus ganz nett waren, aber eher als Beschallung zum Gespräch dienten, galt Stero Total die ungeteilte Aufmerksamkeit. Dies wurde belohnt mit viiiiieeeel Konzert, das Ganze lief viel länger als vermutet. Auch schön!!!

Und da der folgende Satz gleich dreimal unabhängig voneinander gefallen ist, wird er hier nochmal wiederholt: "Wo kommen denn all die schönen Männer her?. Verstecken die sich das ganze restliche Jahr über?". Gute Frage. Leute von ausserhalb könnten denken, in Frankfurt herrsche die super-undergroundige Jugendkultur-Szene. Zumindest wenn das Pubklikum des Asta-Sommerfestes das stylistische Maß wäre. Schönes Beobachtungsfeld auf dem Campus, leider nicht representativ...









07.07.03
100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lämmerspiel


(und es ist mir fast peinlich zu sagen, aber: "Ich war dabei!")

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weiteres hier: Teilnehmende Beobachtung










03.07.03
Namens-Googeln


Vor Ewigkeiten hatte ich das schon mal gemacht und unlängst habe ich mich mal wieder daran erinnert. Schon lustig auf was so stößt, wenn man den eigenen Namen suchen läßt.

Royal Tine finde ich schon sehr edel, umso überraschender was sich dahinter verbirgt.

Tine-Melk hab ich jüngst erst als Mitbringsel frisch aus Norwegen mitgebracht bekommen. Im Zug des europäischen Warenaustausches bin ich recht sicher, dass es diese Produkte bald auch unseren Kühltheken geben wird. Besonders nett, dieses mysteriöse Tongefäss "Traditonal Tine". So so, das ist also eine tradionelle Tine und eine "Tine-Pause" gibt es auch von Tine. Ist wohl ab und an nötig...

   

 

 





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