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| Juni-Notizen |
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| 21.06.04 Die neue Nachbarschaft Schon seit 6 Wochen wohnen wir in unserer neuen Wohnung. An die des nächtens von Donnerstags bis Sonntags hämmernde Musik der kurdischen Disco im Erdgeschoß hat man sich (fast) gewöhnt. Die Nachbarn sind hier präsenter, die Wand des gegenüberliegenden Altbaus ist nah, der Himmel etwas enger als in der verlassenen Dachgeschoss-Wohnung. Ich vermisse den freien Blick auf den Park. Die neue Wohnung bietet aber auch neue Qualitäten und Möglichkeiten. Ich habe mir ein Spiel daraus gemacht, herauszufinden, was für Leute dort hinter den Fenstern auf der anderen Straßenseite wohnen. Links oben wohnt eine Mutter mit drei Töchtern, ob es einen Vater gibt, weiss ich nicht, nur die weibliche Seite der Familie steckt regelmässig den Kopf weit aus dem Fenster und beobachtet das Geschehen auf der Strasse. Unten links wohnt eine WG. Im Zimmer links sitzt oft ein Typ (Marke Calvin-Klein-Model) mit nackten Oberkörper am Computer. Abends macht er den Vorhang zu. Orange glänzende Seide versperrt den Blick auf den Männerkörper. Im Zimmer daneben wohnt ein Mädchen oder sagt man besser junge Frau? Hip und modisch wie sie ist, sitzt sie trotzdem beim Essen auf dem Bett und schaut dabei gespannt auf den Fernseher. Manchmal kommen Freunde und sie quetschen sich alle um einen kleinen Tisch der mittendrin in diesem kleinen Zimmer steht. Auf Bett und Sesseln verteilt essen sie Selbstgekochtes, beugen sich tief runter, um den Teller irgendwie doch noch auf den niedrigen Tisch zu platzieren. Rechts daneben, aber ein Stock höher, wohnen Orchideenliebhaber. Zuerst hab ich immer nur den alten Mann gesehen, der jeden Morgen zu seinen Pflanzen ans Fenster tritt, sie giesst und prüfend die Pflanzen inspiziert. Dann habe ich zufällig abends eine kleine alte Frau gesehen, die mit gleicher Sorgfalt die Blumen versorgte. Das ist schön für den alten Mann, dass er nicht allein ist. Niemand sollte allein sein müssen, besonders im Alter nicht. Links oben, die einzige Wohnung mit alten nicht-isolierten Fenstern, dort ist es jemanden stetig zu heiss. Seit Ende April steht dort Tag und Nacht ein Fensterflügel offen. Am Anfang dachte ich schon, die Wohnung stünde leer. Sogar Fantasien von einer in der Wohnung verwesenden Leiche kamen mir. "Ach den Herrrn X ham mer ja schon lang net mehr gesehen?" fragen sich vielleicht die Nachbarn bei einem Schwatz im Treppenhaus. "Dabei ist er alt und krank. Letztes Jahr ist doch seine Frau gestorben. Der macht bestimmt auch net mehr lang..." Derweil liegt er da modernd und niemand weiss es, weil Familie und Freunde gestorben sind oder weit weg wohnen. Eines Tages stand aber ein Kerl Zigarette rauchend am Fenster, die können wohl auch töten, aber so richtig Tot sah er noch nicht aus. Eher so Ende dreissig, ein bisschen träge, mit längeren braunen Haar. Ich stell mir neuerdings vor, dass er Fotograf für eine Zeitung ist. Erst kürzlich hab ich ihn mit einer großen Fototaschen, wieder mit einer Kippe in der Hand, gemütlich aus den Hauseingang von dannen gehen sehen. Bei uns im Haus wohnen sehr viele italienische Familien, das ist zu Zeiten der EURO (hiess die nicht früher EM?) sehr lustig. Die Wände sind ja sehr dünn. Nebenan wohnt allerdings eine marokkanische Famile. Wir hören uns gegenseitig. Vor kurzem hat jemand an die Wand geklopft als ich gerade Sex hatte. Der dauerte länger als sonst und weniger waren wir, vielmehr mein naturgeöltes Möbelum-Bett war recht laut. Quietsch, quietsch, knack, quietsch... Irgendwann hämmerte es dann gegen die Wand. Nach der Hörprobe zufolge war die ganze Famile zum Essen versammelt (ich glaub dort ist das Wohnzimmer) und man regte sich sehr auf. Ich find das schon okay, da müssen die durch. Ich muss schliesslich auch die unglaublich lauten arabischen Gebetsgesänge aus dem dort auf der anderen Seite postierten Fernseher ertragen. Lang dauert es dann bis die enden. So richtig langdauernden Sex hab ich zumindest seltener. Und über zu laute Musik können sich die auch nicht beschweren, denn meine Musik, die höre ich immerhin leise. |
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| 18.06.04 Schönheits-OP? Plakatwerbung / U-Bahn-Station Schweizer Platz |
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| Medienverfall (von 1993) "Die vom ZDF in grellen Farben angepriesene Sendung gibt nicht nur das gesamte gesellschaftliche Leben in aller Lächerlichkeit preis, sondern sie zielt auf die systematische Zersetzung aller positiven zwischenmenschlichen Werte wie Achtung vor dem anderen, Toleranz und Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn, konstruktive Problemlösung und nicht zuletzt Bildung und Wissen. Darüber hinaus schrecken die Macher der Sendung nicht davor zurück, die Negation dieser Werte, ihre Umkehrung, an deren Stelle zu setzen: Das rüchtslose Ausleben jeglicher Impulse und Affekte, hemmungslose Aggressivität und Destruktivität werden geschürt und verherrlicht. Hinter einer vrdergründig menschlich anrührenden Komik verbirgt sich eine radikale Entmenschlichung." (Glogauer, 1993) Welch verderblichen Einfluss sind wir seit 1993 ausgesetzt? Antwort: Die Simpsons. |
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| 17.06.04 "Europäisches-Kunst-Treffen" Während unten die JP Morgan Läufer in ihren bunten Hemden um das Haus krabbelten, sah ich aus dem Fenster der 4. Etage. Mein Rotwein schwappte rotierend im Glas meiner Hand und ich konnte im Spiegel der Fenster des gegenüberliegenden Altbaus mein eigenes Bild erkennen. Ich vorne, hinter mir die Menschentraube vor dem mit Häppchen gefüllten Buffet. Hunger hatten sie wohl alle, gleich ob Bankier, Künstler, Sachbearbeiter oder Journalist. Die Europäische Zentralbank hatte geladen, um deutsche zeitgenössische Kunst zu zeigen und nun standen da die Gäste in Grüppchen: Die Gattinnen in Chanel neben dem Kunstkritiker einer großen Zeitung, der Kunstsammler neben einem Abteilungsleiter der Fälschungsabteilung. Sie redeten angeregt, tranken Wein oder knabberten gelangweilt Erdnüsschen aus den Schalen an den Bistrotischen. Im dem atmosphärisch gedämpften Licht, welches aber hell genug war um die Kunstwerke zur Geltung kommen zu lassen, hielt man Ausschau nach dem nächstmöglichen bekannten Gesicht, um dann elegant Gespräch und und Grüppchen zu wechseln. In dem einzige Raum in dem es dunkel war, da die fluoriszierende Werke nur im Dunklen funktionierten, dort lösten sich die starren Gruppierungen auf. Ohne Licht kamen sich auch Fremde näher. |
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| 16.06.04 Schlaraffenland Davon habe ich seit meiner Kindheit immer schon mal geträumt: "Der
Ausstellungsraum des
Portikus ist verschlossen durch eine große Wand aus vor Ort
gebackenen
Fladenbroten, und die Besucher sind eingeladen, sich durch die Wand in
den Raum hinein zu essen."
GORDON MATTA-CLARK - IN THE BELLY OF ANARCHITECT mit Pamela Lee, Pierre Huyghe & Rirkrit Tiranvanija. Portikus. Eröffnung am Freitag, den 18. Juni 2004, 20 Uhr. |
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| 15.06.04 HfG-Filmchen Gestern bei den Frankfurt Screenings gab es ein HfG-Special. Clips und Kurzfilme von Studenten und Absolventen, davon einige ziemlich nett anzusehen. Teilweise gibt es Links im Internet, so dass man sich diese auch online anschauen kann. Leider ohne Link: Ein besonders netter Clip ist rimbaud, der das Leben des Poeten als Handpuppe nachspielt zu Musik von Ming (La chanson de la plus haute tour). Liebevoll skurill umgesetzt: ball of fame, eine Kurzdoku über die Welt der Minigolf-Profis bei der Minigolf-WM 2003 in Bad Münder. |
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| 09.06.04 weimar
woerlitz wittenberg die letzten
prüfungen stehen an. thema für kunstgeschichte: der
woerlitzer park. doch die luft ist raus. keine lust zum lernen. also
was
tun? hinfahren und angucken. und nebenbei kulturtourismus in weimar und
wittenberg.
weimar ist the ginkgo-town of deutschland. überall gibt es diese blätter. ob als schmuck in silber oder als als kleines bäumchen zum einpflanzen. ausserdem massenweise kutschen und fiaker für fusskranke touristen, die im durchschnitt die 50 überschritten haben dürften. mit einigen jahren verspätung (denn eigentlich wollte ich immer dahin als ich noch im frankfurter goethe-haus gejobbt hatte) endlich der besuch im weimarer goethehaus. mittlerweile ein biosphärenreservat: die elbaue, in der der woerltzer park liegt, der älteste englische landschaftsgarten im kontinentalen europa. mit fähren kann man den see überwinden. und ein student ist soviel wert wie ein hund, also 30 cent. kulturtourismus, teil 3: Lutherstadt Wittenberg. und was waren dort nicht viele berühmte leute. luther, cranach, goethe, lessing. wittenberg als hort der schöngeister und kritischen denker? weit gefehlt, jedes haus in der altstadt hat wohl ein feines schild ("ich trage einen grossen Namen") aber es reicht wohl, wenn die betreffende person nur einmal durch wittenberg durchgereist ist, um sie in die sammlung grosser geister der stadt einzureihen. beim durchqueren der provinz um dessau und wittenberg, fühlt man sich in die kindheit zurückversetzt. die dörfer erinnern an "neues aus uhlenbusch" oder an kleinstädte, wie ich sie in polen um breslau und krakau kenne. die fassaden mögen geblieben sein, aber die dorfjugend läuft in hip-hop-skater-klamotten durch die kargen gassen. was dem einem karg, ist dem anderen idyllisch. am wegrand und in den feldern blühen massig kornblumen und klatschmohn. hunderte von blauen blumen in einem teppich von grün. |
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05.06.04
Wenn Google zu wichtig wird Wahrscheinlich hat jeder mal bei Google seinen eigenen Namen ergoogelt, um zu gucken, ob da etwas, und wenn ja, was da zu finden ist. Ein Bekannter von mir ist sehr darauf erpicht, dass er nicht bei Google zu finden ist und verwischt andauernd Spuren im Netz. Andere sind eher beleidigt, wenn sie nicht zumindest irgendwo auf der ersten Seite auftauchen. Was aber, wenn das was man da über sich lesen muss einem gar nicht gefällt? Das Internet ist ein (relativ) freies und schnelles Medium, doch noch bis vor kurzem war es vor alllem deshalb so frei, weil man dort ziemlich ungestört publizieren konnte. Doch seitdem Google, die Suchmaschine der Suchmaschinen geworden ist, sind deren Suchergebnisse eine wertvolle Referenz und die die sich im mehr oder wenig öffentlichen Raum bewegen, beginnen sich über das, was es da zu finden gibt, Sorgen zu machen. Sorgen über Journalisten und Studenten, die zuerst im Internet recherchieren bevor sie in Bibliotheken gehen. Was, wenn sie dort irgendwelche Negativ-Kommentare aus Blogs, Foren und Newsgroups finden? Google bringt schliesslich ziemlich vieles, selbst wenn es im recht abgeschottetten Raum einer Mailinglist geäußert wurde, wieder ans Licht. Nicht ganz leicht zu werten, wie damit verfahren werden muss, schliesslich sind die eben genannten Orte halbprivate und zudem den traditionellen Medien, wie Tagebuch, Briefen, privaten Fanzines oder Notizbüchern sehr nah. Das macht ja auch ihren Reiz aus. Somit sind die dort gemachten Kommentare subjektive Äußerungen. Erst durch Google erhalten sie ein Gewicht, welches ihnen nie zukam. Am 3.Juni bin ich gleich zweimal im Internet über solche Beschwerden gestolpert. In beiden Kommentaren wird damit argumentiert, dass die Texte, wegen der hohen Trefferquote bei Google, schlecht für die dort behandelten Personen seien. Was ich mich seitdem frage, ist das so? Wird da nicht viel zu sensibel reagiert oder ist die Kritik berechtigt? Ein umfassenderes Bild kann man sich vielleicht in den hier verlinkten Originaltexten machen: Thing Frankfurt: abseits vom konventionellen kunstbetrieb? by Guest on Jun 03, 2004 - 10:10 "...ich finde es ziemlich unprofessionell wie du hier leute outest. es müsste doch mittlerweile bekannt sein, das adressen und namen in threads in den suchmaschinen auftauchen. das hätte man etwas feiner machen können. mfg. gast" gig.antville.org: 53. Poetikvorlesung mit Angela Krauß on 2004.06.03, 14:19, p. posted:
"...Mir bereitet nur Sorge, daß Ihr Text bei
Google an siebter Stelle zum
Suchbegriff „Angela Krauß“ erscheint und Sie
Literaturwissenschaftlerin
sind, daß unbefangene Internet-Nutzer Sie somit in gewisser Weise
als
Autorität betrachten könnten und Ihrem Text mehr Gewicht
beimessen
könnten, als er hat. (Dieser Art von gesellschaftlicher
Verantwortung
sind sich leider viele nicht bewußt, die in einer gewissen
formalen
Expertenrolle im Internet veröffentlichen.) ..."
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| 04.06.04 "Powered by Emotions" Im Kunstverein gibt es eine neue Ausstellung. "Emotion Eins", so heisst sie. Mehrere Künstler waren da und bauten noch auf. Der Herr Schafhausen war da. Die Dame mit Geld von der Stiftung ebenso. Und ich auch. Nach 2 Stunden Spaziergang durch die Ausstellung steht folgendes fest: Ich finde die Arbeiten gut. Sie sind intelligent, kritisch und sehr divers (das bleibt nicht aus, wenn man 31 Künstler in einer Ausstellung zusammenmixt). Aber: Bei etwa der Hälfte der Arbeiten ist mir nicht ganz klar, warum sie bei einer Ausstellung mit dem Titel „Emotion Eins“ zu sehen sind. Mit Emotion wird gemeinhin gefühlsbetontes assoziiert. Die „Eins“ im Titel nimmt dieses spontane Gefühl gleich schon zurück. Eine gezählte Emotion ist eine kontrollierbare. Und genauso kontrollierbar und verkopft gibt sich die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein. Viele der Werke (insbesondere die Videoarbeiten) erinnern weit mehr an Sozialstudien. So zeigt Egle Rakauskaite in einem Doku-Video, den Alltag einer illegal in die USA eingereisten Litauerin, die dort als Billiglohnkraft eine alte Frau in Chicago pflegt. Mark Raipere filmt zehn estische Gefängnisinsassen. Würdevoll gefilmt, kann man beobachten wie jeder einzelne sich vor der Kamera in Szene setzt. Laura Horelli berichtet in ihrem Video von dem Leben ihrer Großmutter, die als Tänzerin 1936 bei der Olympiade teilnahm und später Ärztin wurde. Seifollah Samadian zeigt in ihrem Film den Iran im Ausnahmezustand, allerdings nicht wegen einer politischen Krise, sondern weil sich die iranische Fußballmannschaft zur WM 1998 qualifiziert hatte. Im Freudentaumel bilden sich Autokorso und die zurückkommende Mannschaft wird in der Sportarena enthusiastisch gefeiert. Javier Téllez arbeitete zusammen mit Patienten in einer psychatrischen Klinik in Dublin, dabei konnten die Patienten eigene Kurzdialoge in Sprechblasen schreiben. In dem stummen Videos werden die Texte laut und erzählen deutlich von den Befindlichkeiten der Patienten. Gavin Turks „Nomad“ zeigt einen dreckigen Obdachlosenschlafsack, innen liegt allerdings kein Mensch, sondern eine Bronze. Florian Wüst thematisiert in seiner Video und Rauminstallation nach eigenen Worten die „Konflikte zwischen kritischen Subjekt und dem Staat“, indem er verschiedene bundesrepublikanische Texte der 50er von einer Schauspielerin sprechen lässt, darunter frühe Texte zur Atompolitik und einen Text von Ulrike Meinhoff. In einem anderen Video lässt er ein in der Mc Carthy-Ära entstandenes Verhör von J. Robert Oppenheim (Erfinder der Atom-Bombe) nachspielen. Die Wand ist mit Schwarz-Weiß Zeichnungen überzogen, in denen Stilisierungen von bekannten „Atom-Ikonen“ zu finden sind, beispielsweise die des ersten Atomkraftwerkes der BRD. Pure Emotion kommt hingegen im Musikvideo von Benny Nemerowsky Ramsay auf. Der stellt sich dort als 4-köpfige Boyband dar. „Super-Pop-Star-Search“ lässt grüßen! Jeder der Bandmitglieder ist er selbst, die dann synchron tanzend den schmalzigen Song trällern. Der ganze Videoraum im zweiten Stock funktioniert wunderbar als Medieninszenierung, indem sich mehrere Videoarbeiten abwechseln und die 15 Minuten, die diese Arbeiten in Anspruch nehmen, angenehm kurz werden lassen. Im restlichen Haus sind sich die (überproportional vielen) Videoarbeiten etwas im Weg, überlagern sich im Ton, so dass die Spieluhrartige Musik zu Mark Raipers Gefängnisinsassen, ebenso Vanessa Beecrofts gefilmte Performance überlagert, sowie sämtliche anderen Arbeiten im Raum. Nichtsdestoweniger: Wenn man den Ausstellungstitel etwas außer acht lässt, dann lohnt sich das Ganze doch... |