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Juni-Notizen

Juni-Notizen  
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30.06.03
KÖLN


Jede Stadt hat ihre typischen regionalen Eigenheiten. Auf Entdeckungstour in Köln:
    1. Jeder Döner-Laden hat stets 2 Sorten Fleisch. Dönerfleisch und Hack. Hack gab es in jedem Laden, an dem wir vorbeigekommen sind. Hab ich in Frankfurt noch nie gesehen, mir aber gestern erzählen lassen, dass es das auch hier ab und an gäbe.
    2. Vagabundierende Junggesellen- und Jungeselinnen-Aschiedstruppen. Ob mit gleichen Mützen, Kappen, Blumengirlanden versehen, feucht-fröhlich ziehen sie am Wochenende durch die Kneipen der Altstadt.
    3. Peter Heinrichs Zigaretten. Super! Ob mit Pfeifentabak, Cherry, Whisky, Cappuccino, Cocos-Minze oder Vanille. Und genauso teuer wie handelsübliche Zigaretten! Im Heinrichs-Geschäft in der Innenstadt werden Zigaretten zum Probieren angeboten mit der gleichen Ehrfurcht, wie sonst nur teure Weine in einer ausgesuchten Weinhandlung.







27.06.03
Auf nach Köln

Zwei Tage Köln stehen auf dem Plan.
Und zwar dort: BFF-Kongress





Umzugshilfe im Gutleut

Der Freund der besten Freundin zieht zu ihr. Also heisst es beim Umzug helfen. Schrank, Computer, Sessel, Bett; runter aus der alten Wohnung. Raus aus dem Westend, rein ins Gutleut.

Die alten Möbel der Vormieterin kommen auf die Strasse zum Sperrmüll. Auf der anderen Strassenseite stapeln sich die neuen Möbel, die nun stattdessen in die Wohnung sollen. Aus dem Nachbarhaus schallt türkische Plörre.
Willkommen im Gutleut! Denn hier kennen sich die Leute noch, hier gibts noch echte menschliche Begegnungen, so auf du und du und gehn mer mal'n Bier zischen...

Einer wartet immmer beim Kleintransporter, man weiss ja nie, die Nachbarschaft ist nett, aber auch sehr intressiert an den Möbeln. Da kommt schon einer und fragt: "Sind die Möbel zu verkaufen? Ach so, ihr zieht ein. Aber das auf der anderen Strassenseite ist Sperrmüll? Geht der Fernseher noch? Ach ja, ich bin der Ralf, aus der 38. Ich komm gleich wieder und hol dann mal den Fernseher. Tschüss denn...".

Ralf geht, die nächste Passantin kommt. "Kannst de mir mal 'n 20er wechseln? Hast kein Geld einstecken. Ach schade. Will mir doch nur ein Bier holen. Am Kiosk. Ziehst du ein hier? Ich bin die Ramona, aus der 11. Ach du ziehst gar net ein. Ein Freund, so so. Die 20 Euro. Kannst du net mal... Wir sin ja jetzt Nachbarn. Du nicht? Der Freund? Stimmt ja. Ich wohn da hinne. Siehst du. In der 11. Ach da läuft ja der Winnie. Winnieeeee!!!" Und rennt hin zum Winnie. Vielleicht kann er ja die 20 Euro wechseln oder kommt gleich mit zum Kiosk, Bier zischen.

Der Ralf kommt zurück. "Wo isn nu der Fernseher. Ach der ist kaputt? Nee, wenn er kaputt is, brauch ich den net. Sieht aber noch gut aus. Was die Leut so auf die Strasse stellen. Von euch is der? Und der geht nich mehr? Okay, das Bett ist aber auch ganz hübsch. Ich bin gerad neu hierhergezogen. In ne WG. Da könnten wir schon das Bett gebrauchen. Das Sofa auch? Ja, ich weiss nich, da muss ich mal die Iris fragen. Aus der WG. Ich geh mal kurz und frag die Iris. Und dann sind wir vielleicht gleich wieder da!". Weg ist er, der Ralf.

Das Gutleut, da ists schon schön, so mit der Nachbarschaft und so. Man fühlt sich gleich ganz heimisch. Mit der Ramona aus der 11. Dem Ralf aus der 38. Dem Winnie und der Iris. Und meinen beiden Freunden, aus der 18.







26.06.03
bei uns wird tv gemacht...


Bei mir um die Ecke in der Schulstraße herrscht für drei Tage Aufregung.

Ein leerstehender Laden wurde umgebaut. 'Lebenshilfe' klebt nun in hellblau auf dem Schaufenster und viele grüne Topfpflanzen stehen drinnen rum. Seit gestern ist die ganze Straßenseite Parkverbot. Und warum die ganze Aufregung?

"Da wird ein Tatort gedreht", erzählt die italienische Zeitschriftenhändlerin, die ihren Laden im Haus gegenüber hat. "Hannelore Elsner war auch schon da!", fügt sie hinzu.

Wohl wahr: Das Fernsehen hat diese 10 Meter Stadt erobert. Um die Ecke steht der geparkte LKW mit dem technischen Equipment. Und man fragt sich, ob die auf den Bürgersteig herumstehenden Leute neugierige Bewohner sind oder schon geschminkte Statisten, die ihre Zeit totschlagen.





Ausblicke und Einblicke

Hat sich mal jemand Gedanken gemacht, wo sich das Thekenpersonal des Main Cafés die Hände wäscht? Es gibt nämlich nur einen Wasseranschluss (oder sollte ich da was übersehen haben?). Einen einzigen Schlauch an diesem einen Anschluss. Entweder lose herumliegend, weil gerade was sauber gemacht wird oder am Spülbecken verankert. Meistens jedoch verankert am Spülbecken (wo das gesamte Geschirr gespült wird).

Als ich mir mal nach dem Toliettengang die Hände waschen wollte, hat der nette Thekenmann gesagt, das ging jetzt schlecht weil der Anschluss gerade am Spülbecken sei. Dann meint er nur: "Na gut, wasch sie dir halt da drin" und schickte mich zum Spülbecken. "Wir machen das auch alle so!". Während meine Hände tief in die Borsten der im Spülwasser liegenden Glasreinigerbürsten griffen, überlegte ich fieberhaft, ob ich bisher schon mal nach dem Besuch des Main Cafés unter Durchfall gelitten hatte...

auch in [Anprangerung]








auf der decke im main café






24.06.03
Tag 3 des grossen Weltschmerzes


Erkenntnis:
  1. Weltschmerz ist ziemlich unschick.
  2. Ich kann bald die Songs von Blumfelds "Old Nobody" und Joni Mitchells "The hissing of summer lawns" mitsingen.
  3. Selbst gnadenlose Optimisten und Spassbegabte brauchen Phasen des Weltschmerzes.
---

(Passend dazu ein Artikel aus der Literarischen WELT)

Fassungslose Traurigkeit .
Bewusstseinsstoff für soziale Aufsteiger: Vor 50 Jahren erschien Adornos "Minima Moralia"
...
Man vergisst rasch, wie heftig der junge Mensch von Weltschmerz gequält werden kann, einer Stimmung, die das "Seiende im Ganzen" einfärbt, um Adornos Erzfeind Heidegger zu bemühen, und deshalb metaphysisch genannt werden darf. Diesem jugendlichen Weltschmerz korrespondierten die "Minima Moralia" - ungefähr 20 Jahre früher und unter ganz anderen Lebensbedingungen von einem 40-Jährigen geschrieben - mit geradezu unheimlicher Genauigkeit. Ihre berühmtesten, unterdessen beinahe als Sprichwörter geläufigen Sätze, das Ganze ist das Unwahre, es gibt kein richtiges Leben im falschen, schienen dem jungen Leser des Jahres 1963 aus seiner eigenen, unmittelbaren Erfahrung geschöpft.
...

---
Weltschmerz =  seelische Grundhaltung, die sich in Pessimismus gegenüber der Umwelt äußert


http://home.t-online.de/home/weltschmerz/index.htm
http://www.germanstageservice.de/weltschmerz.htm
http://www.weltschmerz.ca/
http://www.weltschmerz.tk/







23.06.03
LO_FI_BOHEME


Wenn ich gerade nicht so total übermüdet wäre, würde ich mir gerne hierzu Gedanken machen. Da das mit dem Denken gerade aber gar nicht funktioniert, gibt es halt nur den Artikel aus der taz:

Das Leben der Lo-Fi-Boheme
... Unsere Lo-Fi-Boheme ist ein loser Zusammenhalt, wir wissen voneinander, haben aber nicht ständig miteinander zu tun. Unsere Devise heißt prima leben und sparen, sich durchschlagen ohne sich allzu sehr anzustrengen und verstellen zu müssen. Das ist manchmal problematisch, weil schließlich sind wir ja Bohemisten geworden, um nicht arbeiten gehen zu müssen.
...
 Die Nächte ein ewiges Ins-Kino-Gehen, Was-trinken-Gehen, Auf-Konzerte-Gehen, In-Clubs-Gehen, Auf-Partys-Gehen, Nach-Hause-Gehen. Das ist langweilig, aber auch sehr anstrengend. Alles, was wir tun, ist gleichzeitig hoch spezialisierte Arbeit, aber fast nichts wird bezahlt: sich informieren, schreiben, Projekte machen, vernetzen, Band haben, Kinder großziehen, ausgehen. Wir müssen Erlebnisse haben, um sie verwerten zu können, Demütigungen erleben, um daran zu wachsen, zwischenmenschliche Schwierigkeiten überwinden, um soziale Kompetenz anzuhäufen. Diese Anstrengungen werden von unserer leistungsorientierten Gesellschaft natürlich null honoriert, aber das ist uns auch ein bisschen recht, denn wir sind ohnehin für ein eher kontemplatives Dasein geschaffen.

...
Dieser Jobcocktail sollte sich zusammensetzen aus 50 Prozent ehrenamtlicher, künstlerischer, also unbezahlter Projektarbeit, etwa die eigene Band, Trilogie, Ahnenforschung, Lesegruppe, Agentur oder sonst wie unrentable Firma, 35 Prozent freiberuflicher, kaum vergüteter Tätigkeit bei einer kulturell halbwegs anerkannten Institution, um den Anschluss ans wahre Leben nicht zu verlieren, 25 Prozent tatsächlich bezahlter, so genannter Brotjobs, bevorzugt im bohemistisch-alternativen, popkulturellen Umfeld: Tippen, Kinokarten verkaufen, Gästelisten überwachen, Türstehen, Getränke verkaufen.
...
Während vor zwei Jahrzehnten noch das Gespenst der entfremdeten Arbeit herumgeisterte - wie schlimm, den ganzen Tag im Büro sitzen! -, träumt der freiberufliche Bohemist heute hin und wieder von einer relativ stumpfen, vielleicht leicht ordnenden oder überwachenden Tätigkeit, als Erholung von der ständigen Zwangskreativität. In sehr dunklen Momenten kann es sogar dazu kommen, dass plötzlich eine von außen aufgezwungene Struktur, ein Grund, morgens aufzustehen, als wohltuend empfunden und herbeigesehnt wird. ...









22.06.03
Zum Zeitvertreib


"In der Gegenwart schafft man sich eine Vergangenheit. die nicht mehr rückgängig zu machen ist."  
(Sandro Zanetti zum Schachspiel)

Gestern abend: Performance im Kunstverein. Oliver Augst - Christoph Korn zeigten ein "Check Mate" Konzert. Im Anschluss zu einem Vortrag von Sandro Zanetti (Basel) über Duschamps Wandlung vom Künstler zum Schachspieler.

Wie bei einem Schachturnier war ein Spieltisch erhöht im Raum plaziert. Und daran saßen die Herren Korn und Augst und mit Reglerpulten statt Schachbrett, schoben vis a vis ihre Regler vor und zurück. Setzten Züge, Angriff und Verteidigung, in Ton um. Vollstens konzentriert auf den Zug des Gegenübers. Und es brummte, dröhnte, pochte, quietschte, dann war es still. Wer gewonnen hat, das weiss ich nicht.







21.06.03
Heimatlicher Garten


Daheim ist es immer an schönsten, so erkannte schon Dorothy im Zauberer von Oz. Und sprach: "Home is, where your heart is", schlug dreimal ihre roten Schuhe aneinander und konnte zurück nach Hause. Aber was bitte ist dieses "Daheim" oder "Zuhause"?

Ist es der Ort, wo man aufgewachsen ist?  Ist es der Ort, an dem man aktuell wohnt? Oder der Ort, zu dem es einen hinzieht. Der Ort, nach dem man sich sehnt?

Gestern. Zu Besuch bei meinen Eltern. Und dort im nachbarlichen Döner-Imbiss wurde ich sofort gefragt, wie es meinem Vater ginge. Dabei war ich seit Jahren nicht mehr dort gewesen. Ist vielleicht dann Heimat, der Ort, wo man dich kennt? Man wiedererkannt wird. Zugehörig zu einer Gruppe. Wäre dann nicht auch Heimat, dort wo man seine Freunde hat. Seine selbst gewählte Gruppe?

Vielleicht ist Heimat dort, wo die Erinnerungen liegen. Das wäre dann mein Elternhaus. Und für meine Eltern wäre es diese mythisch verzerrte altdeutsche Schlesien. Welches längst nur noch in den Erzählungen existiert. Mit jeder alten Tante, Onkel, Großkusine stirbt ein Teil davon mit.

Dorothy war gar nie gern daheim, schliesslich wolte man in dieser Heimat ihren Hund Toto töten. Im Zauberland hingegen fand sie Freunde. Fand Vertrauen zu sich selbst. Und doch wollte sie wieder zurück. Denn erst in der Fremde hatte sie ihren Platz in der Welt erkannt. Das Zuhause, die Familie, als der Ort an dem sie gehört, an dem ihre Vergangenheit verankert ist.

Ist Heimat nicht dort, wo man selbst ist? Heimat wäre dann ein "in sich selbst sein". "There is no place like home" heißt es bei Dorothy. Vielleicht muss es aber heißen: "There is no place, no home, but me!"












20.06.03
Hinterhof-Akkustik

Unser Nachbar hat sich anscheinend die neue 'Superstars-CD' gekauft und lässt sie gerade durchlaufen. Bei totaler Lautstärke. Und alle 10 Häuser um den Hinterhof hören mit. Auch eine Form des "Noise"!







via [Anbetung]

Nasenreinigung



Scanners



VorherNachher






Gestern (19.6.):
Tristan + Isolde


Lang war es schon angedacht, nun war es gestern soweit: "Tristan und Isolde" der Frankfurter Inszenierung. Die erste Wagner-Oper meines Lebens. Schon vor zwei Wochen hatte ich die Rezension in der NZZ gelesen und die hörte sich ausgesprochen vielversprechend an. So wird dem Regisseur Christof Nel dort attestiert, er 'gehört zu jener langsam verschwindenden Kategorie von Regisseuren, die sich etwas zu denken und es dann szenisch darzustellen erlauben'. Was er sich dabei dachte, ist mir allerdings nur wenig im klaren. Denn die Inszenierung war unausgewogen, nicht stringent durchgezogen. Die Isolde war hölzern, der Tristan schaffte es mit einer einzigen Mimik (geschlagener Hund) durch die über 5-stündige Aufführung zu kommen. Nur dann, wenn Isolden nicht auf der Bühne war (etwa 30 Minuten im 3. Akt) war das eine gelungene Inszenierung. Da lebte plötzliche die Geschichte, die Darsteller spielten frei und assoziativ. Doch kaum kommt Isolden zur Rettung, da wurde es wieder lächerlich. Was nicht mal allein an Isolden liegen mag, sondern die Handlung auf der Bühne änderte sich schlagartig.
Da wollte jemand zeitgemäß inszenieren (mit wunderbaren Bühnenbildern, die ersten zwei gleissend weiss, das letzte düster schwarz) und man denkt es sei Konzept, dass die beiden Hauptdarsteller emotionslos und verhalten schauspielern (gegen ihre Stimmen kann man zum Glück nichts einwerfen), dann kommt aber  König Marke auf die Bühne und siehe da, es geht doch. Gesang und Spiel: Wunderbar!
Und der Liebestod Isoldens zum Schluss: Danke! Danke, dass man dies so unbewegt hinuntersingen kann, das war ein Erlebnis! Zeitweise hatte ich die Theorie, dass Frances Ginzer entweder blind sei oder den Text nicht auswendig könne und es deswegen vielleicht ein souflierendes Textband im Orchestergraben gäbe. Was beides natürlich Unsinn ist.
Und da ich ja so humorlos anscheinend die Ironie Christof Nels nicht durchschaue, ist es ja schön, dass der NZZ-Rezensent das konnte: 'Und wenn sich die beiden Protagonisten am Ende von «O sink hernieder, Nacht der Liebe» ziemlich klobig aufs Ehebett legen, kommt auch jene Ironie zur Geltung, die schon immer zu den Markenzeichen Christof Nels gehört hat.'
Die Mehrheit des Opern-Publikums konnte das wohl auch so sehen. Warum sonst hat der Besucher vor mir wie ein Aufziehmännchen "Bravo" gerufen, selbst als Isolde sich ihren Applaus abholte?
Nichts gegen "Tristan und Isolde", aber das gestern war gewiss nicht die Krönung dessen was möglich gewesen wäre, und das lange 5 Stunden lang...


Danach:

Ach ja, im Anschluss noch was trinken ins Bahnhofsviertel: Das GOTO hat wieder auf. Und dort gibt es jetzt adrette kleine Tischchen zwischen den Holzbänken, was den Raum auch ohne Besucher schon mal nett füllt. Gute Idee!








19.06.03
Noise


Konzert im Exzess: "Noise" war angekündigt. Und laut wurde es dann tatsächlich auch. Sehr laut. Bis das Trommelfell schmerzte. Und man in die benachbarte Halle floh, um es ertragen zu können.

Aber als ob das nicht genug wäre, hat der Krach-Macher später noch gedroht, sich an meinen Beinkleidern zu vergehen und diese mit Schere auf ein Short-Maß zu kürzen. Zu guter letzt hab ich dann auch noch dort mein Portemonaie verloren. Das Schlimme ist, dass man noch nicht mal sagen kann, der Abend sei bis dahin schlecht gelaufen.

Denn  richtig schlecht waren erst die prolligen Teenies im Grüneburgpark, die sich auf der JP Morgan-Party breit gemacht hatten, wo längst schon die letzten müden Läufer vergrault waren.
Oder die krassen Schickie-Party-People, die das wunderschöne alte Royal (und hier darf mal richtig geheult werden) hüft-schwingend und po-reibend besetzt hielten. Ein Hauch von KinKA oder 190East wehte durch die Innenstadt.
Wie nett wirkten daneben die feiernden Jungs im Schwejk.








18.06.03
Faul


Heute nachmittag habe ich etwas für mich untypisches getan. Mich einfach mit einem Comic ins Bett gelegt und geschmökert. Das mag für andere normal sein. Für mich nicht. Normalerweise habe ich immer etwas zu tun. Doch nicht heute. Habe heute blau gemacht.
Gar kein besonders aufregender Comic, nix mit Kunst oder schicken japanischen Mangastyle. Ein Comic, wie ich ihn schon als Kind und seitdem dutzendmal durchgelesen habe. Ich war heut mit Franquins "Gaston" im Bett. Hat sich gelohnt!



                                           






Erkenntnis

Am Samstag hat mir ein Kunststudent erzählt, er würde gerade einen Philosophen des 19. Jahrhunderts lesen. Noch nicht einmal einen der großen altbekannten.
Und wenn er diese Worte lese, da würde sein Herz aufgehen. So viel könne er da für sich heraus ziehen.

Da wurde mir klar, dass wenn ich Literatur lese, mir nicht das Herz aufgeht. Gleich einem Subtext, einem im Hirn eingeblendeten Untertitel, rattert immer gleich die Diskursgeschichte mit. Während dieser Kunststudent sich selbst in den Text findet, begegne ich zuerst Herrn Barthes, Derrida oder Bourdieu. Besonders stark wird dies durch das, was ich aktuell lese, beeinflusst. So bin ich noch im Februar überall auf Beaudrilard gestoßen, jetzt ist Herr Simmel mein steter Wegbegleiter.
Vielleicht gefällt mir gerade deswegen der Gedanke, dass jemand nur für sich Philosophie liest, weil ihm dabei 'das Herz aufgeht'.












14.06.03

Denver-Can: Die Dosen Soap







11.06.03

Geburtstagsüberraschung:

TIMSEN WAX JEWELRY DESIGN






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